Sprudel Cup 2011: 4 Titel, 2 Podestplätze, 1 Wanderpokal

Spieler des BLZ Mittelhessen holen 4 Titel, 2 Podestplätze  und den Wanderpokal für das erfolgreichste Team
Simone Lauber und Anton Stapler gewinnen sowohl die Einzel-, als auch die Doppelkonkurrenz. Christian Herbert und Rouven Schleifer erspielen einen tollen zweiten Platz im Doppel der Top-Klasse.


Sprudel Cup 2011Am vergangenen Wochenende fand in Bad Soden-Salmünster der traditionsreiche „Sprudel-Cup“ statt.  Das Team des BLZ Mittelhessen war mit 15 Spielern und Spielerinnen angemeldet und war damit auch in allen Disziplinen und beiden Spielklassen vertreten. Neben den einzelnen Disziplinen wurde auch eine Teamwertung um den 77cm hohen Wanderpokal samt Sektfüllung (dem sogenannten „Sprudel-Cup“) ausgespielt…
Samstagmorgen gegen 8 Uhr startete das Unternehmen „Sprudel-Cup“ an der Spielstätte des BLZ, der Herderschule. Schnell wurden die sich teilweise noch im Tiefschlaf befindlichen Spieler auf die drei abfahrtbereiten Autos von Eike, Heike und Michael verteilt, befanden sich dann für vollzählig und wollten gerade Richtung Bad Soden aufbrechen, da kam Anton um die Ecke und erinnerte seine Vereinskameraden glücklicherweise an seine Turnier-Teilnahme. Endgültig vollzählig brachen nun Christian Herbert, Simone Lauber, Romy Junker, Maren Egidi, Michael Schröder, Jens Lüders, Eike Hansen, Heike Kiecker, Sina Gregor, Anton Stapler und Rouven Schleifer ins ca. 95km entfernte Bad Soden auf. Matthias Müller, Gapil Ganeshamoorthy, Cornelia Steger und Juliane Peters sollten sich dem Team der (so offiziell gemeldeten) „Bierlagerzentrale Mittelhessen“ erst in Bad Soden anschließen. Auf der Fahrt wurde schnell klar, dass Christian und Jens mit Eike als Chauffeur die richtige Wahl getroffen hatten. DJ Hansen hatte nämlich auf seinem Handy eine Fülle von musikalischen Klassikern der 80er und 90er Jahre parat, welche in Jens und Christian altbekannte Glücksgefühle weckten, das gesamte Auto zur fahrenden Discokugel umfunktionierten und damit das Warm-UP der Spieler bereits einleiteten.

Nach einer guten Stunde Autofahrt erreichte man dann den beschaulichen Kurort Bad Soden-Salmünster. Nach einer kurzen Extrarunde durch die Straßen Bad Sodens, rund um die Großsporthalle herum, lotste dass von Kapitän Heike und Moni interpretierte Navigationssystem das Team letztendlich doch zur Spielstätte. Michael war (eventuell angestachelt von seiner irischen Folklore-CD am frühen Morgen) samt Mitfahrer Anton und Rouven bereits an der Halle und nahm die leicht verzögerte Ankunft seiner Teamgefährten wohlwollend zur Kenntnis. An der Halle standen neben einem Grill schon freundliche Organisatoren mit dem ersten Bier in der Hand zum Empfang bereit und erfreuten sich unseres kreativ gewählten Teamnamens. In der Halle zentrierten sich die ersten Blicke sofort auf das Objekt der Begierde: Der 77cm hohe, gold-glänzende Sprudel-Cup, der direkt vor der Tribüne positioniert worden war und nahezu alle Spieler in seinen Bann zog: „Das Ding muss mit heim!“
Gegen 10 Uhr wurde anfangs dann die Mixedkonkurrenz in der Basic-, sowie in der Top-Klasse ausgespielt. Für das BLZ-Team starteten hier folgende Paarungen: Anton und Sina, Jens und Heike, Eike und Cornelia, Michael und Romy, Rouven und Juliane, sowie Moni und Matthias. Maren bekam einen Engländer namens Paul Harris an die Seite gestellt. Der leicht irritierte Hallensprecher anglifizierte Frau Egidi damit zur „Maren Ädschidi“ und sorgte damit für den ersten sirenenartigen Lachanfall von Sina in der Großsporthalle.
In der Basic-Class erwischten Eike und Cornelia genau wie Michael und Romy eine schwere Gruppe, in der sie sich leider nicht für die Hauptrunde qualifizieren konnten. Anton und Sina schafften einen souveränen Gruppensieg, während Heike und Jens sich über den zweiten Platz in ihrer Gruppe dann letztendlich auch für die Hauptrunde qualifizieren konnten. Die deutsch-englische Kombo „Harris&Ädschidi“ überzeugte leider nur durch blindes Verständnis abseits des Platzes und musste damit ihren eingespielteren Gruppengegnern den Vortritt lassen. Rouven und seine (normalerweise für die SG Anspach spielende) Mixedpartnerin Juliane konnten sich in der Top-Klasse souverän in die Hauptrunde spielen, Moni und Matthias folgten den Beiden. In der Basic-Class schieden Jens und Heike dann im Viertelfinale denkbar knapp in 3 Sätzen aus, Anton und Sina kämpften sich noch eine Runde weiter, mussten sich dann aber im Halbfinale Matthias Rübner und Katja Herrmann aus Bad Schussenried geschlagen geben. Am Ende belegten sie einen guten vierten Rang, da sie im Spiel um Platz 3 Jens und Heikes vorherigen Bezwingern ebenfalls unterlegen waren. In der Top-Klasse kam es derweil im Viertelfinale zum Duell der Teamkollegen Moni und Matthias gegen Juliane und Rouven. Nach einem dramatischen Spielverlauf konnten sich Rouven und Juliane knapp im dritten Satz mit 11:10 durchsetzen, verloren dann jedoch das Halbfinale und belegten am Ende dann aber noch einen tollen dritten Platz. Das BLZ-Team hatte damit den ersten Podestplatz ergattert und wichtige Punkte im Wettstreit um den „Sprudel-Cup“ gesammelt.Sprudel Cup 2011
Gegen 15.30 Uhr begannen nun langsam die ersten Doppelspiele. Die Mixedkonkurrenz hatte den Turnier-Zeitplan dermaßen in Verzug gebracht, dass die ersten Spieler bereits um ihre Teilnahme am abendlichen Altstadtfest in Bad Soden fürchten mussten. Christian, der nur fürs Doppel angemeldet war, hatte sich nach knappen 6 Stunden Wartezeit schon auf der rustikalen Holztribüne eingefräst und schien selbst zum Gähnen mittlerweile zu müde zu sein. In der Hauptrunde der Basic-Klasse spielten folgende Paarungen für das BLZ-Team: Anton und Jens, Eike und Gapil, Romy und Maren, sowie Sina mit Heike. Leider konnten sich für die Hauptrunde nur Anton und Jens qualifizieren. In der Top-Klasse spielten Rouven und Christian, Matthias und Michael, sowie Juliane und Moni zusammen. Matze und Michi bewiesen großes Kämpferherz und konnten in ihrer schweren Gruppe letztlich sogar einen Sieg für die Bierlagerzentrale herausspielen, scheiterten damit aber knapp an der Quali für die Hauptrunde. Rouven und Christian kamen ohne Satzverlust weiter und auch Moni mit Juliane konnten sich trotz eines Dreisatzspieles zu Beginn dann noch klar durchsetzen.
Sturmtief „Barbara“ hatte in der Zwischenzeit den Monsun nach Bad Soden gebracht und der ohnehin schon dicken Hallenluft eine feucht-schwüle Note gegeben. Leider hatten Eike und Jens im Überschwang der musikalischen Glücksgefühle auf der Hinfahrt ein Fenster im Auto offen gelassen, welches Sturmtief Barbara dann mit geschätzten 30 Litern Regenwasser durchspülte. Eike düste daraufhin zweimal mit voller Heizung um die Halle und verhinderte weitreichendere Wasserschäden an der Karosserie.
In der Halle hatte bereits die Hauptrunde in den Doppeldisziplinen begonnen. Rouven und Christian marschierten ohne größere Schwierigkeiten ins Finale vor, wo sie auf das starke englische Doppel Andrew Wainwright und Tom Burton vom „Sollihull & Shirley Badminton Club“ trafen. Leider zogen die Mittelhessen hier mit 16:21 und 14:21 den Kürzeren, konnten aber mit dem zweiten Platz und wichtigen Punkten für die Gesamtwertung zufrieden sein. Einen kleinen Tick besser machten es dann Moni und Juliane bei den Damen. Gegen ihre Kontrahentinnen Elena und Julia Zinßius (BC Ginsheim Mainspitze) gerieten sie nie in Gefahr und erspielten sich einen deutlichen 21:09 und 21:14 Sieg und damit den ersten Titel für das BLZ-Team. In der Basic-Klasse konnten sich Anton und Jens ebenfalls in Finale vorspielen und gaben dabei keinen Satz ab. Im Finale, welches als letztes Spiel des Abends gegen 23.15 Uhr begann, trafen sie auf Matthias Teich und Danny Pohl von der SG Nordhessen. Nach verlorenem ersten Satz (18:21) erkämpften sich die Mittelhessen den zweiten Durchgang mit 21:17. Der dritte Entscheidungssatz wurde wieder nur bis 11 gespielt. Hier konnten sich Anton und Jens nach einer wahren Abwehrschlacht gegen Mitternacht mit 11:6 durchsetzen und sicherten dem BLZ den zweiten Titel und nächsten Podestplatz.
Der erste Turniertag war geschafft und aus Sicht des BLZ sehr erfolgreich. Man hatte die Gesamtführung um den Sprudel-Cup übernommen und stürzte sich daraufhin um ca. 1 Uhr Nachts nochmal freudig in die Bad Sodener Altstadt.  Da am Sonntag nur noch die Einzeldisziplinen ausgespielt wurden, waren nur noch Moni, Sina, Heike, Eike, Matze, Anton und Jens vor Ort. Der Rest hatte sich Samstagnacht dann schon auf die Heimreise begeben. Nachdem einem bereits stark alkoholisierte Jugendgruppen und Frührentner entgegen krochen, war man auf Alles gefasst. In der Altstadt selber gönnten sich Matze, Heike und Anton erstmal eine „kulinarische“ Spezialität der Stadt: Den Kurort-Döner. Leider sollte sich diese Entscheidung für den einen oder anderen Spieler am Sonntagmorgen als fatal herausstellen. Nach einer Stunde in der Altstadt, 2 frisch-gezapften Bierchen und Laktatwerten wie ein Pandabär, marschierte die Truppe glückselig Richtung Halle zurück und bereitete sich auf den Schönheitsschlaf vor. Im Vorraum der Halle wehte noch ein Lüftchen aus Tequila, Jägermeister und Körper-Sud. Diverse Spieler und Spielerinnen hatten sich noch zu einer komplizierten Partie „Lügenmäxchen“ hinreißen lassen und luden das BLZ-Team zur Partizipation ein. Die Motivation und Energie der Mannschaft war jedoch partiell verschwunden. Ganz Gentlemen „opferten“ sich Anton und Jens fürs Team und spielten (ähnlich wie im Doppel) ihre Gegner in der Verlängerung bis 4 Uhr morgens in den Schlafsack. Die letzten Nachtaktiven rollten den müden Körper auf eine der zahlreichen blauen Matten in der Halle und träumten vom Gewinn des Sprudel-Cups 2011.
Eine ereignisreiche Nacht neigte sich dem Ende und der sportliche Sonntag konnte in Angriff genommen werden.

Sonntag, ca. 9 Uhr: Der zweite Turniertag wurde eröffnet. David Guetta beschallte urplötzlich die Halle, Anton schoss aus dem Tiefschlaf und suchte reflexartig nach einem Jägermeister. Jens knotete sich aus dem Schlafsack frei und massierte sich die Augen auf. Sina, Heike und Moni schienen aufgrund der etwas längeren Nachtruhe bereits einsatzbereit und für die Gruppenphase im Einzel gerüstet. Matthias und Eike waren noch im Bad, als die ersten Spieler und Spielerinnen schon mit dem Einlaufen begannen.
Nach einem Kaffee, einem leichten Frühstück und ersten Dehnversuchen schien die komplette Mannschaft physiologisch wieder hergestellt und in Ansätzen belastbar zu sein. Dem BLZ-Team schloss sich fürs Einzel noch Jörg Wilczek von den Hoppers in Gießen an, der immerhin ins Achtelfinale vorstoßen konnte, dort aber dem späteren Finalisten Michael Schmitz unterlegen war. Eike zeigte eine gute Leistung in der Gruppenphase, musste aber als Gruppendritter den beiden Vordermännern den Vortritt in die Hauptrunde überlassen. Matze hatte leider aufgrund des „exquisiten“ Bad Sodener Altstadt-Döners der Nacht zuvor Magenkrämpfe, musste (trotz großen Kampfes) im ersten 3-Satz-Gruppenspiel in der Top-Klasse den Schmerzen Tribut zollen und die anderen beiden Spiele danach kampflos abgeben. Sina und Heike hatten ebenfalls schwierige Spiele in der Gruppenphase zu meistern, wobei sich Heike für die Hauptrunde qualifizieren konnte und Sina in ihrer Gruppe nach großer Gegenwehr leider ausschied. Anton schien die Nachwirkungen der Nacht zuvor gut im Griff zu haben und schlug alle drei Gruppengegner glatt in zwei Sätzen. Gerüchten zufolge spielte er phasenweise besser als komplett nüchtern! Jens brauchte erstmal 2 Spiele um sich an den körperlichen Zustand gewöhnt zu haben und konnte im letzten Gruppenspiel noch gerade die Qualifikation für die Hauptrunde sicherstellen. In der Top-Klasse der Damen waren nur wenige Teilnehmerinnen gemeldet und damit keine Gruppenphase vorgesehen, trotzdem warteten schwierige Spiele auf Moni. Mit 4 Siegen distanzierte Moni dann jedoch die Konkurrenz und sicherte sich den Titel vor Nicole Spatz vom heimischen TV Soden Stolzenberg. Damit gelang ihr nach dem Doppelerfolg mit Juliane das Double und dem BLZ ein wichtiger Schritt in Richtung Wanderpokal. Heike hatte sich mittlerweile in der Hauptrunde der Basic-Klasse nach vorne gespielt, musste dann aber nach guten Leistungen letztlich im Viertelfinale die Segel streichen. Jens kämpfte sich nach der wackeligen Vorrunde durchs Achtel-, ins Viertel- und dann ins Halbfinale. Dort wartete Teamkollege und Doppelpartner Anton, der ohne Satzverlust durchmarschiert war. Nach überraschend deutlich verlorenem ersten Satz, drehte Anton im zweiten Satz auf und erzwang eine Entscheidung im dritten Satz. Nach einem bis dato kräftezehrenden Turnier hatte Anton die besseren Reserven und siegte schließlich mit 11:7. Das Spiel um Platz 3 musste Jens aufgrund einer leichten Verletzung dann kampflos aufgeben. Anton spielte im Finale gegen den Sodener Michael Schmitz. Mittlerweile war es früher Abend und das Finale sollte ein insgesamt schönes Turnier abschließen.  Nach mittlerweile 17 Spielen am Wochenende musste Anton dann nochmal in einen umkämpften dritten Satz, den er schlussendlich mit 11:9 für sich und das BLZ Team entscheiden konnte.
Gegen halb 8 abends stand es dann fest: Gesamtsieger des Sprudel-Cups 2011 wurde das BLZ Mittelhessen, mit einem hauchdünnen Vorsprung vor der Konkurrenz der SG Nordhessen. Damit avancieren die Mittelhessen 2012 zum Titelverteidiger und werden abermals versuchen, den begehrten Wanderpokal an die Lahn zu entführen.